FAG Aachen

Historie der FAG

Die FAG wurde 1961 als flugtechnische Arbeitsgemeinschaft gegründet  Die Ausbildung der Studenten der damaligen Abteilung “Flugtechnik und Fahrzeugbau” an der Staatlichen Ingenieurschule Aachen sollte auch auf praktischem Gebiet ergänzt werden.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Fluggerät hat die Fluggruppe einen festen Platz am heutigen Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik.

Wie andere Sportarten hat sich auch der Sportflugzeugbereich in den letzten Jahren extrem weiterentwickelt. Als Stichworte sollen hier nur die Avionik und die Faserverbund-werkstoffe genannt sein. Auch die FAG hat sich mit dem aktuellen Flugzeugpark dieser Entwicklung angepasst. Seit Ende der 80ger Jahren besitzt die FAG einen Hochleistungs-einsitzer vom Muster LS 4. Der Rumpf dieses Flugzeuges konnte aus einem auslaufenden Forschungsvorhaben übernommen werden. Gebrauchte Tragflächen und Leitwerke wurden von einem verunfallten Flugzeug zu einem neuen Flugzeug komplettiert. Seit 1995 besitzt die FAG einen Kunststoffdoppelsitzer vom Muster DG 500. Dieses Flugzeug erfreut durch seine extreme Leistung mit einer Gleitzahl von über 40 (d.h. 40 km Streckenflug in ruhiger Luft bei einem Sinken von nur 1000 m !)  und lädt damit bei gutem Wetter zu längeren Streckenflügen ein. Weiterhin zählen zum Segelflugzeugpark neben einer Ka8 eine Ka13, die wegen ihrer gutmütigen Flugeigenschaften für die Anfängerschulung eingesetzt werden. Zum Flugzeugschlepp wird eine von JOB 15-180 eingesetzt. Das in die Jahre gekommene Fluggerät konnte mit einem alten Motor preiswert erworben werden. Die anstehende Grundüberholung wurde in der „FAG-Halle“ in der Hohenstaufenallee durchgeführt. Ebenso bekam das Flugzeug einen neuen Motor. Die dazu geforderten Nachweise für die Zulassung des neuen 180 PS – Triebwerks wurden mit einer Studienarbeit eines FAG- Mitglieds im Festigkeitslabor der FH für das Luftfahrt- Bundesamt erbracht. Natürlich noch im Einsatz und immer wieder gern geflogen ist Mike Whiskey (D-EDMW), eine Piper PA 18, welche mittlerweile eine echte Rarität am Himmel ist. Mit ihren legendären Flugeigenschaften hat sie schon jedem FAG´ler unvergessliche Flugstunden beschert.

 

Die NATO- Airbase Geilenkirchen Teveren hat sich über die Jahre als der ausschließliche Flugplatz der FAG entwickelt. Die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Flugplatzbetreiber und der Einsatz eigener FAG- Flugleiter gewährleistet, dass an Wochenenden, an denen kein militärischer Flugbetrieb stattfindet, auf der großzügigen Liegenschaft in Eigenregie der Flugbetrieb durchgeführt werden kann. Neben dem üblichen Flugbetrieb wurden und werden mit dem Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik zahlreiche Versuche auf der Airbase durchgeführt. Viele der erzielten Ergebnisse haben auch international Beachtung gefunden und sind in die Bauvorschriften der Flugzeuge eingeflossen. Eines der Vorzeigeprojekte war die Untersuchung über den Haubennotabwurf bei Segelflugzeugen. Thematisch hat sich das heutige Lehrgebiet Flugsystemtechnik bis zum heutigen Tag mit Rettungssystemen bei Segelflugzeugen und Motorseglern beschäftigt. Daher verwundert es nicht, wenn die Erfahrungen auch von Externen abgefragt werden. Als Beispiel soll sei hier die Auslegung des Rettungssystems für ein Elektro Entenflugzeug genannt, was an dem Berblinger Preis „Schneider von Ulm“ teilnimmt. Die FAG präsentiert sich als ein attraktiver Verein, der neben dem Fliegen als Sport und Freizeitvergnügen auch das satzungsgemäße Ziel der Unterstützung der Lehre aktiv verfolgt. Veranstaltungen wie die jährliche Flugmesswoche in Nordholz bei Cuxhaven sowie praxisnahe Forschung werden mit den vorhanden Möglichkeiten auch personell unterstützt. Erwähnt werden muss hier die immer wieder erfolgte großzügige finanzielle Unterstützung durch die „Ingenieurfreunde FH Aachen“ der früheren “Vereinigung der Freunde der ehemaligen staatlichen Ingenieurschule für Maschinenwesen Aachen e. V.”. Dadurch wurden Anschaffungen von Geräten wie Rettungsfallschirmen oder Kollisionswarngeräten möglich, die für die Flugsicherheit von großer Bedeutung sind. Herzlichen Dank an dieser Stelle!

Die Flugtechnische Arbeitsgemeinschaft an der FH Aachen stellt nicht nur namentlich die direkte Verbindung zur Fachhochschule Aachen her. Die vorbildliche Kooperation des Vereins im Fachbereich kann nicht deutlich genug erwähnt werden. Damit ist die FAG auch in Zukunft attraktiv für Studierende, die nicht ausschließlich fliegen möchten sondern ebenso interessante Projekte begleiten wollen.

(MC)

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